Schülerunion fordert mehr Berufsorientierung und IKM Testungen

Bundesgeschäftsführerin Bernadette Krall und Bundesobmann Maximilian Pech bei der Pressekonferenz über Berufsorientierung und IKM-Testungen (Foto: Marc Oberauer)

Am 13. März veröffentlicht die Schülerunion Österreich während einer Pressekonferenz die Ergebnisse ihrer bundesweiten Umfrage zum Thema Berufsorientierung und Talentförderung. Nun hat sich die Schüler:innenorganisation mit einem offenen Brief an den Bildungsminister Wiederkehr gewendet. So möchte man auf die Ergebnisse der Umfrage aufmerksam machen.

Nur ein Drittel aller Schüler:innen hat eine klare Vorstellung über ihren zukünftigen Job

Über mehrere Wochen hat die Schülerunion Österreich 4000 Schüler:innen aus ganz Österreich interviewt. Fragen waren unter anderem ,,Wie gut fühlst du dich durch deine Schule über Bildungs- und Ausbildungsmöglichkeiten nach der Matura informiert?” und ,,Wie gut fühlst du dich bei der Berufs- und Ausbildungswahl unterstützt?”. Laut Schülerunion fühlen sich die Schüler:innen durchschnittlich schlecht über ihre möglichen Ausbildungs- und Karrierewege informiert fühlen. 1 von 4 sei nicht in der Lage, ihre Talente zu benennen. 

Offener Brief an Bildungsminister Wiederkehr

Die Schülerunion sieht in diesen Umfrageergebnissen kein Versagen der einzelnen Schüler:innen, sondern ein ,,strukturelles Problem unseres Bildungssystems”. So lautet es in dem offenen Brief, den die Schülerunion Österreich dem Bildungsminister Wiederkehr zukommen ließ. Darin sind die Ergebnisse ihrer Umfragen und die Forderungen an die Politik beschrieben. So wünsche man sich mehr Transparenz über Ausbildungs- und Bildungswege, ein verpflichtendes Sozialpraktikum für AHS-Schüler:innen, einen Talenteüberprüfung und die Einführung einer ,,Mittleren Reife”. Darunter fallen IKM-Testungen mit Entwicklungsgesprächen als Folge, sollten Defizite erkenntlich sein, und eine Prüfung am Ende der Sekundarstufe I, wodurch das Erreichen gewisser Grundkompetenzen gewährleistet werden soll. ,, […] wer grundlegende Kompetenzen noch nicht ausreichend beherrscht, muss Unterstützung bekommen und diese bis zum Ende der Pflichtschule  erlangen”, so Bundesobmann der Schülerunion Maximilian Pech.


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