Psychische Gesundheit von Jugendlichen in Österreich – eine Generation unter Druck

Wie geht es Jugendlichen in Österreich wirklich? Eine aktuelle Studie des Sozialministeriums zeigt ein klares – und teilweise alarmierendes – Bild: Immer mehr junge Menschen kämpfen mit psychischen Belastungen. Die Zahlen dahinter machen deutlich, dass es sich nicht nur um Einzelfälle handelt.
Schon seit etwa 2014 ist eine Verschlechterung der psychischen Gesundheit messbar. In den letzten Jahren – besonders während der COVID-19-Pandemie – hat sich diese Entwicklung deutlich verstärkt. Viele Jugendliche berichten von Einsamkeit, Zukunftsängsten, Schlafstörungen oder ständiger Müdigkeit.
Die Daten stammen unter anderem aus der großen HBSC-Studie, an der in Österreich rund 7.100 Schüler:innen im Alter von 10 bis 17 Jahren teilgenommen haben. Die Ergebnisse zeigen: Psychische Beschwerden sind weit verbreitet – und sie nehmen zu. Besonders auffällig ist, dass Mädchen deutlich häufiger betroffen sind als Burschen. Auch ältere Jugendliche berichten häufiger von psychischen Problemen als jüngere.
Zusätzlich zeigen Erhebungen, dass sich bei rund 40 % der Jugendlichen die psychische Gesundheit während der Pandemie verschlechtert hat. Das ist eine enorme Zahl und zeigt, wie stark äußere Krisen das Wohlbefinden beeinflussen können.
Nicht alle Jugendlichen sind gleich stark betroffen. Mädchen, ältere Jugendliche sowie junge Menschen aus sozioökonomisch benachteiligten Familien oder mit Migrationshintergrund weisen ein höheres Risiko auf. Das zeigt: Psychische Gesundheit hängt stark von den Lebensbedingungen ab.
Die Bandbreite der Beschwerden ist groß. Häufig genannt werden Depressionen, Angststörungen, Essstörungen sowie psychosomatische Beschwerden wie Kopf- oder Bauchschmerzen. Auch Suizidgedanken sind ein ernstes Thema, das nicht ignoriert werden darf.
Isolation, Homeschooling und fehlende soziale Kontakte haben viele Jugendliche stark belastet. Gleichzeitig wächst der Leistungsdruck in Schule und Alltag. Viele junge Menschen fühlen sich mit ihren Sorgen nicht ausreichend gehört.
Die Zahlen zeigen klar: Psychische Gesundheit ist eines der wichtigsten Themen für junge Menschen in Österreich. Es braucht mehr Unterstützung, mehr Verständnis und vor allem mehr Angebote, die Jugendlichen helfen, mit ihren Belastungen umzugehen.
Denn eines ist sicher: Die psychische Gesundheit der Jugend ist entscheidend für die Zukunft unsererGesellschaft.
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