Organisatoren des Schüler:innenparlaments im Gespräch

Organisationsteam des Schüler:innenparlaments (November 2025) (Bild: LSV/Franz-Peter Hauser)
Wie funktioniert das SIP?
Julia: Schüler:innen präsentieren in Form einer Rede Forderungen, die
sie sich wünschen, dass sie von der Politik umgesetzt werden. Andere
Schüler:innen – beim letzten SIP waren wir bis zu 200 Stimmberechtigte – haben die Chance Forderungen zu ergänzen oder zu ändern.
Letztendlich wird darüber abgestimmt, ob die überarbeiteten
Forderungen der Politik vorgestellt werden soll oder nicht. Es darf
übrigens jede:r Schüler:in am Schüler:innenparlament teilnehmen.
Welche Erinnerungen hast du an dein erstes SIP, die du deinen
Freunden erzählen würdest?
Christian: Ich erinnere mich an die Gespräche mit anderen
Schüler:innen, die das Schulsystem verbessern wollen. Dabei ist es mir
egal, welche Meinungen die Menschen haben. Ich genieße es zu sehen,
dass auch andere Menschen die Schule zu einem besseren Ort machen
wollen. Ebenso war das Mittagessen beim SIP sehr lecker.
Was passiert mit den beim SIP positiv angenommenen Anträgen?
Julia: Mit den positiv-angenommenen Forderungen gehen wir zu den
Bildungssprecher:innen der Landtagsparteien. Unsere Hoffnung ist, dass
sie diese Anträge als wichtig empfinden und im Landtag vortragen.
Welche Themen aus dem SIP werden von den Vertretern der Politik
gerade aufgegriffen?
Lisa: Das ist schwierig, das genau zu sagen, weil unsere erste
Bildungssprecher:innentour dieses Jahr noch nicht stattgefunden hat.
Themen, die immer wieder aufkommen, sind die Verankerung des
Schüler:innenparlaments im Landtag, Mental Health und Digitalisierung.

Gruppenfoto des Schüler:innenparlaments (Bild: LSV/Franz-Peter Hauser);
Was ist der lustigste Moment, den du bei einem SIP erlebt hast?
Christian: Für mich sind es die lustigen Zwischenrufe, obwohl diese
eigentlich nicht erlaubt sind. Sie beweisen, dass die Atmosphäre eine
sehr freundschaftliche ist.
Bei welchem Antrag wünschst du dir, dass er von der Politik
umgesetzt wird?
Julia: Das war der Antrag zur Reform der Leistungsbeurteilung beim
letzten SIP. Die Intention ist, dass Schulnoten nicht gut genug
nachvollzogen werden können. Wenn ich meine Note wissen möchte,
sagt mir der:die Lehrer:in, dass er:sie sich die Leistungen zuhause
anschaut und dann Bescheid gibt. Durch diese Reform würde man
genau wissen, wie viel eine bestimmte Überprüfung wert ist und wie viel
Einfluss diese auf meine Gesamtnote hat. Ich wünsche mir, dass die
Mitarbeit im Falle einer Reform weiterhin miteinbezogen wird. Ebenso
wäre es toll, wen in jedem Themenbereich eine gewisse Grundleistung
zu erfüllen ist.
Lisa: Mir ist es ein großes Anliegen, dass die Zentralmatura auch wirklich
zentral wird. Jede:r muss die gleichen Chancen und Hilfsmittel haben.
Manche Schulen schreiben die Deutsch-Matura mit der Hand und an
anderen Schulen darf man schon einen Laptop und
Rechtschreibprogramme nutzen. Da sehe ich großen Handlungsbedarf.

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